CoronaMaps



Auf diesen Seiten bieten wir Grafiken zur Verbreitung des COVID-19 Virus in verschiedenen Aggregationsebenen an. In der aktuellen Berichterstattung und Darstellung der Ausbreitung von Corona wurden häufig nur die absoluten Anzahlen der gemeldeten Fälle und der Todesfälle pro Land berichtet. Auch wenn die Dynamik der Ausbreitung durch die absoluten Zahlen gut beschreibbar ist, sind diese wenig geeignet die Belastungssituation zu beschrieben. Daher empfehlen wir eine Darstellung der Fallzahlen einer Region (z.B. Land oder Bundesland) im Vergleich zur Gesamtbevölkerung (Bevölkerung unter Risiko) und liefern auf dieser Webseite Kartendarstellungen und Zeitreihen für Fallzahlen und Todesfälle pro 100.000 Personen in der Bevölkerung. Solche Zahlen liefern aus unserer Sicht eine deutlich verbesserte Informationsgrundlage zur Einschätzung des Risikos und zum Vergleich unterschiedlicher Regionen. Aufgrund des exponentiellen Wachstums der Fallzahlen wird eine logarithmische Skala verwendet.

Internationale Karten

Die Karten mit kumulativen Betrachtungen basieren auf den von der Johns Hopkins University gesammelten gemeldeten Todesfällen und Fallzahlen. Zum aktuellen Geschehen sind die Zahlen der neu gemeldeten Fälle relevant, die entsprechenden Darstellungen basieren auf den vom European Centre for Disease Prevention (ECDC) bereitgestellten Informationen zu täglichen Fallzahlen. Hier verwenden wir die in den letzten sieben Tage gemeldeten Fälle, um Unregelmäßigkeiten bei der Meldung (Wochenendeffekt) auszugleichen. Wir berichten alle Informationen pro 100.000 Einwohner. Generell ist zu beachten, dass die Erhebungsstrategien in den verschiedenen Ländern stark voneinander abweichen und daher nur einen groben Überblick geben können.

Karten für Deutschland

Die Karten basieren auf den vom Robert Koch Institut veröffentlichten gemeldeten Todesfällen und Fallzahlen. Wir verwenden die kumulativen Fallzahlen pro 100.000 Einwohner für Bundesländer und Landkreise. Zum aktuellen Geschehen sind die Zahlen der neu gemeldeten Fälle relevant. Hier verwenden wir die in den letzten sieben Tagen gemeldeten Fälle, um Unregelmäßigkeiten bei der Meldung (Wochenendeffekt) auszugleichen.

Zeitliche Entwicklung

Für die Bewertung der Dynamik der Ausbreitung ist die Zahl der neuen Infektionen von besonderer Bedeutung. Daher stellen wir die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen (= Fälle) der letzten sieben Tage dar. Diese sind ebenfalls auf die Bevölkerung zu beziehen. Zur Vermeidung potentieller Probleme aufgrund von Verzögerungen bei der Meldung an das RKI berechnen wir diese Zahlen nur bis zwei Tage vor dem aktuellen Datum (Artikel im Spiegel). Auch wegen einer sich möglicherweise ändernden Dunkelziffer sind die Daten mit Vorsicht zu interpretieren. Standardmäßig zeigen die Grafiken den Zeitraum der letzten drei Monate, da ein Vergleich mit den Werten der ersten Welle problematisch ist.

Weiter geben wir kumulative Fall- und Todeszahlen an. Hier steht das gesamte Ausmaß der Pandemie im Vordergrund und weniger die Dynamik. Außerdem zeigen wir die Anzahl der täglich vom RKI neu gemeldeten Todesfälle.

Corona-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung

Bei der Darstellung der Patientenzahlen, die intensivmedizinisch betreut werden, wird auf das Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) zurückgegriffen. Das DIVI-Intensivregister umfasst die täglichen Bestandsdaten der Intensivstationen aller Akut-Krankenhäuser in Deutschland. Die Bestandszahlen werden auf die Einwohnerzahlen des jeweiligen Bundeslandes bezogen; etwaige länderübergreifende Einzugsgebiete können nicht berücksichtigt werden.


Beim Vergleich der relativen und absoluten Fallzahlen ist zu beachten, dass es sich um die Anzahl an gemeldeten Fälle handelt. Die Anzahl aller Fälle ist in allen Ländern deutlich höher. Unterschiede in den Zahlen können daher auch durch unterschiedliche Strategien beim Testen und bei der Meldung zu Stande kommen. Dies gilt besonders für den internationalen Vergleich. Weiter kann es durch die Dynamik der Situation zu Unterschieden durch Verzögerungen bei den Meldungen kommen. Um Probleme durch Untererfassung zu vermeiden, verwenden wir bei den täglichen Fällen teilweise um einen Tag verzögerte Werte. Tagesaktuelle Zahlen für Bayern stellt das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bereit. Schätzungen der aktuellen Zahlen der Neuinfektionen in Bayern sind beim Nowcasting zu finden.


Datenquellen

Die Daten zu den Fallzahlen auf dieser Webseite stammen aus vier unterschiedlichen Quellen. Die Daten zur Darstellung des weltweiten und europäischen Risikos beziehen wir über das Data Repository des Johns Hopkins CSSE (Center for Systems Science and Engineering) sowie das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC), die bundesland- und landkreisspezifischen Daten zu Deutschland stammen vom Robert Koch Institut, die Daten zur intensivmedizinischen Betreuung von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Alle Zahlen werden laufend aktualisiert.


Karten:

Zeitliche Entwicklung Deutschland:

Weitere interessante Webseiten und Auswertungen

Situationsberichte des Robert Koch-Instituts zu COVID-19

Tägliche Situationsberichte mit grafischen Darstellungen für Deutschland, auch auf Landkreisebene.

Dashboard des Robert Koch-Instituts zu COVID-19

Dashboard für Deutschland mit Daten auf Landkreisebene.

Homepage des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Übersicht zu Coronafällen in Bayern mit Daten auf Landkreisebene.

Johns Hopkins Covid-19 Dashboard

Weltweites Dashboard zu Corona Fallzahlen.

Corona / Covid-19 growth visualization (Felix Schönbrodt et al.)

Interaktive App zur Darstellung der zeitlichen Entwicklung von Infektionszahlen.



COVID-19 Verbreitung Weltweit


COVID-19 Verbreitung Europa


COVID-19 Verbreitung Deutschland


COVID-19 Entwicklung in Deutschland: Gemeldete Neuinfektionen

COVID-19 Entwicklung in Deutschland: Gemeldete Todesfälle

COVID-19 Entwicklung in Deutschland: COVID-19-Patienten in Intensivbehandlung



COVID-19 Entwicklung in Deutschland: Kumulative Fall- und Todeszahlen